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Freitag, 14. Oktober 2011

Und wo bleibt die Empörung?

.Man hat sich gezwungenermassen längst daran gewöhnt, dass ein Grossteil der Welt schweigt wenn die Opfer von Gräueltaten Juden sind. In dieser Hinsicht hat sich seit dem zweiten Weltkrieg wenig geändert - das war nämlich so, als die Verbrecher europäische Nazis und ihre Bündnisgenossen waren (darunter notabene auch nicht wenige muslimische "Persönlichkeiten"), und das ist auch heutzutage so, wenn die Täter Muslime sind.

Die Welt hat sich offenbar auch daran gewöhnt, dass der muslimisch-arabische Raum "judenrein" gemacht wurde und so bleiben soll - ausdrücklich auch nach einem sogenannten "Friedensabkommen" mit dem Staat Israel.

Jedoch sollten uns die schrecklichen Ereignisse der letzten Monaten in Ägypten, wo sich über die koptische Minderheit einer Welle von Anschlägen und Gewalt seitens islamistisch aufgewiegelte Mobs ergiesst, ins Gedächtnis rufen, dass Christen in Nahost und weltweit von Muslime systematisch verfolgt und ermordet werden.

Vor einigen Tagen wurden bekanntermassen dutzende von Christen, die in Kairo gegen muslimische Brandanschläge auf ihre Kirchen friedlich demonstrierten, brutal niedergemetzelt. Darüber haben die Medien zumindest berichtet, auch wenn viele davon dies auf politisch korrekter Weise zu verniedlichen suchten.

Wem ist es aber bewusst, dass muslimischer Verfolgung seit 2003 zur Flucht von über 600'000 (jawohl, liebe Leser, sie haben die Zahl richtig gesehen!) Christen aus dem Irak geführt hat?

Wie viele Menschen wissen, dass Bethlehem bis 1994 unter der ach so grausamen israelischen Besatzung zu 75% christlich war - und seit der Herrschaft der sogenannten palästinensischen Autonomiebehörde zwei Drittel dieser Christen aus der Stadt - und der Westbank - geflohen sind? Wird darüber berichtet, wie grausam die Terrororganisation Hamas in Gaza mit den verbliebenen kümmerlichen 3'000 Christen dort umgeht?

Als die Kolonialmacht Frankreich in 1946 den Libanon verliesst, gab es dort eine christliche (maronitische) Bevölkerungsmehrheit. Heutzutage sind nur noch weniger als 30% der libanesischen Bevölkerung Christen.


In der Türkei lebten noch 1920 etwa zwei Millionen Christen - heutzutage etwa 100'000.
Vor fünfzig Jahren waren in Jordanien etwa 18% der Bevölkerung Christen, und heute gerade noch 2%.

In Pakistan, den Norden Nigerias, Indonesien, den Philippinen sind Christen immer wieder Opfer islamischer Gewaltexzesse. In Saudi Arabien dürfen Christen - sofern es überhaupt welche gibt - ihre Religion überhaupt nicht ausüben.

Wo bleibt die Empörung? Wo sind die Stimmen der christlichen Kirchen (mit der löblichen Ausnahme der evangelikalen Protestanten)? Erhebt etwa der Papst seinen Zeigefinger? Und die Gutmenschen - darunter die Linke in Deutschland, die Grünen in der Schweiz, die vielen linken Pseudointellektuellen, die sonst so gerne ihre Ergüsse gegen unserer Wirtschaftsordnung, Lebensweise und Werte in den Printmedien, über den Äther, und auf beinahe alle Fernseh- und Radiokanäle verbreiten?
  
Pastor Martin Niemöllers (leicht abgewandelte, doch sinngemäss korrekt wiedergegebene Worte) zu den Ereignissen in Hitlerdeutschland kommen mir in den Sinn
Zuerst holten Sie die Juden,
Ich schwieg, denn ich war kein Jude
Dann holten sie die Christen in der Ferne
Ich schwieg, denn ich lebte nicht dort
Schliesslich kamen sie hierher, um mich zu holen
Und da war keiner mehr, der für mich hätte sprechen können 


 Die  herrschende europäische Politik der Beschwichtigung, des "Appeasements", gegenüber den Islamofaschismus und seine politischen Ableger könnte in einer genau so schrecklichen Katastrophe münden, wie es die Version der 1930'er in Hinblick auf den Nazismus tat. Empörung tut Not.

Sonntag, 7. August 2011

Calamity Cathy - ein Nachtrag


Zu einer Zeit in der Westeuropa und der Euro wackeln, die arabische Welt im blutigen Aufruhr ist, Afghanistan und Irak in Korruption, Gewalt und Chaos zerfallen und der Iran seine unverhohlene Drohungen verstärkt,  findet die wahrhaft komödiantischen Gestalt der Katastrophen Käthe kein anderes Thema für ihre verbale Ergüsse, als das der sogenannten Siedlungen Israels in der Westbank des Jordans.

Gestern erklärte sie nämlich allen Ernstes, dass israelischen Städte und Dörfer sowie die Nachbarschaften Jerusalems jenseits der grünen Linie nach internationalem Recht illegal seien. Dabei ist Frau Baronin Ashton - die die Positionen er extremen Linken jahrelang auf der Strasse und anderswo vertreten hat - nicht nur offenkundig voreingenommen, sondern von geschichtliche Ahnungslosigkeit geradezu geplagt.

Wie könnte es denn sonst sein, dass ihr nicht bewusst ist, dass die Westbank des Jordans rechtlich als "umstrittenes" und nicht als "besetztes" Gebiet zu qualifizieren ist, da seit dem Ottomanischen Reich und das Britische Mandat kein Staat eine anerkannte Souveränität über dieses Gebiet hatte?

Die im Jahre 1949 erfolgte Inbesitznahme durch das Königreich Transjordanien, wie es damals noch hiess, und seine Einverleibung 1950 wurde nämlich international lediglich von der UK und Pakistan anerkannt, so dass es seitdem - auch nach dessen Eroberung durch Israel im Verteidigungskrieg gegen Jordanien 1967  - eben "umstrittenes" Gebiet ist. Und somit haben Juden ein ungehindertes Recht - auch gestützt auf die Völkerbundbeschlüssen in Sachen britisches Palästina Mandat - sich dort anzusiedeln. Und nicht zuletzt hat sich auch die palästinensische Seite in den Oslo Verträgen von 1993 verpflichtet, die Gebietsaufteilung und Grenzen auf dem Verhandlungsweg festzulegen. 

Die Berater der sogenannten "Hohe Repräsentantin" wissen dies ganz genau, und es ist auch anzunehmen, dass sie ihre Kenntnisse weitergegeben haben. Doch Frau Baronin ist offenbar taub und blind wenn es um den jüdischen Staat geht. Glücklicherweise kann man eher über sie lachen als sich über ihre Äusserungen empören.

Donnerstag, 4. August 2011

Küss die Hand, Frau Baronin...


Catherine Margaret Ashton, von Gnaden des linken Flügels der Labour Party geschmückt mit dem dazumal neuerschaffenen Titel Baronin Ashton von Upholland, ist seit 2009 die sogenannte Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Aussen und Sicherheitspolitik. 





Von ihren vielen "Verehrern" in der UK liebevoll Pro-Pali Calamity Cathy genannt (lose übersetzt als Katastrophen Käthe, die Palästinenserfreundin), besteht ihre besondere Befähigung für ihren Posten darin, keiner Sprache ausser Englisch mächtig zu sein, sowie bis zu ihrer Ernennung niemals im Bereich der Aussen- oder Sicherheitspolitik auch nur im Entferntesten hinein geschnuppert zu haben.

Dafür war sie als junge Agitatorin im Vorstand der britischen anti-Atom Bewegung Campaign for Nuclear Disarmament, eine dankbare Empfängerin von sowjetischen KGB Geldern, tätig. Nichts Neues in der Familie übrigens, denn seit langem wird darüber spekuliert, dass ihr Ehemann - ein zeitweilig der KP nahestehender Journalist österreichischer Abstammung - jahrelang im Solde des sowjetischen KGB und seiner russischen Nachfolgeorganisation FSB gewesen sein soll.

Weshalb hat denn die Baronin, unter anderem für ihre völlige Farblosigkeit vielerorts belächelt, die Aufmerksamkeit dieses Chronisten auf sich gezogen? Für nichts weniger als ihr offenkundig von keinerlei Gefühle für Recht und Unrecht sowie die wahren Werte Europas geleitetes Verhalten gegenüber dem sogenannten arabischen Frühling im Allgemeinen sowie Israel im Spezifischen.

So forderte sie beispielweise bereits wenige Tage nach dem Umsturz in Ägypten, dass die Moslembruderschaft in die Regierungsverantwortung mit einbezogen werden müssen. Kaum von historischen und politischen Kenntnissen getrübt, hat die studierte Soziologin entweder offenbar noch nie vom Prinzip der totalitären Parteien und Bewegungen one man - one vote - one time gehört oder hätte vielleicht nichts dagegen, selbst unter der grünen Flagge des Propheten und seine Sharia Gesetze zu leben.



Den Vogel abgeschossen hat die Hohe Vertreterin jedoch vor wenigen Tagen als sie inmitten der Massaker in Syrien, des Bürgerkrieges in Libyen, der Unruhen in Jemen, Marokko, Bahrein, Jordanien und Sudan, sowie der von Muslimen verursachen Massenhungersnot in Ostafrika, nichts Eiligeres zu tun hatte, als Israel mit allem Nachdruck und in aller Schärfe aufzufordern, den Tod von zwei Palästinensern welche israelische Soldaten angegriffen hatten, zu untersuchen und die Schuldigen zu bestrafen - einen Tag nachdem die israelischen Behörden aus eigenem Antrieb eine Untersuchung eingeleitet hatten.

Brüsten kann sich diese Sancha Panza der Weltgeschichte wenigstens damit, dass sie vor einigen Jahren von den Lesben-Schwulen-Bi- und Transsexuellen Organisation Stonewall zur britischen Politikerin des Jahres gekürt wurde.

Freitag, 10. Juni 2011

Und die jüdische Nahost "Nakba"?

Zu dieser Jahreszeit wiederholt sich - jedes Jahr mit mehr Propagandagetöse - die Mär von der sogenannten palästinensischen Katastrophe (Nakba auf Arabisch), womit der zum überwiegenden Teil selbstbestimmte und selbstverschuldete Auszug von etwa 500'000 Arabern aus dem von der Armeen fünf arabischer Staaten angegriffenen jungen Staat Israel im Jahre 1948 gemeint ist.

Zur Erinnerung: Der arabische Angriff fand am 15. Mai 1948 unmittelbar nach der Unabhängigkeitserklärung des jüdischen Staates statt, nachdem der UN Beschluss vom 29.11.1947, welcher einen jüdischen sowie einen arabischen Staat auf dem Rumpfgebiet des britischen Mandatsgebietes (ein Grossteil davon war bereits 1922 von Grossbritannien einseitig abgetrennt worden, um das künstliche Gebilde Transjordanien - später das Königreich Jordanien - zu errichten) vorsah, von der jüdischen Seite akzeptiert und von der gesamten arabischen Welt abgelehnt worden war.

In diesem Tsunami der Israel Hasser reiht sich wie selbstverständlich die Propagandistin Marlene Schnieper ein, die zur Zeit durch die linke Szene der Schweiz mit Lesungen aus ihrem perversen neuen Märchenbuch "Nakba" tingelt.

In unserer politisch korrekten, jedoch schwer aus den Fugen geratenen Welt sollen die Täter zu Opfern und die Opfer zu Tätern gemacht werden. Glücklicherweise gelingt es nicht immer die Zeugnisse der Geschichte auszulöschen, wie diese Titelseite der New York Times vom Mai 1948 verdeutlicht.



Jedoch droht heutzutage in medialen Trommelwirbel gegen Israel und das jüdische Volk unterzugehen, dass die wirkliche Katastrophe diejenige die jüdischen Menschen in der arabischen Welt befiel. Der überwiegende Teil der alteingesessen jüdischen Bevölkerung wurde nämlich in den Jahren nach der erfolgreichen Abwehr des arabischen Angriffs auf Israel im Unabhängigkeitskrieg 1948-1949 aus der arabischen Welt infolge von blutigen Pogromen, globale Ausschaffungsbefehle sowie Terror vertrieben. Es war dies eine der grössten ethischen Säuberungen der modernen Geschichte, der etwa 880 Tausend (!) unschuldige jüdische Menschen zum Opfer fielen.



Unter Zurücklassung ihres gesamten Hab und Gutes - ihrer Häuser, ihrer Geschäfte, ihre Bankguthaben, ja sogar teilweise ihres Schmuckes und ihrer Kleidung - machten sich hundertaussende von Flüchtlingen aus den Maghreb und den Israel
umliegenden Ländern, sowie aus den entferntesten Winkeln der arabischen Halbinsel auf nach Israel.


Nicht genug damit - auch der östliche Teil Jerusalems mit seinem jüdischen Viertel, der Tempelmauer, der Hebräischen Universität und des Jüdischen Krankenhauses wurde ethnisch gesäubert bevor es hinter Stacheldraht und Mauer 19 Jahre lang für Juden und Israelis unerreichbar blieb. Und dies Jahre bevor die SED der DDR die physische Teilung Berlins vollzog.

Der neuentstandene jüdische Staat, der gerade mal 650'000 Einwohner zählte (darunter zehntausende Shoah Überlebende aus Europa), nahm in den 50'er Jahren etwa 700'000 dieser Flüchtlinge auf. Obwohl anfänglich unter armseligen Bedingungen in Zeltlagern untergebracht (insert Maabarah photo), wurden diese traumatisierten Menschen ohne UN Hilfe und ohne Hilfsgelder von aussen in den
folgenden zwei Jahrzehnten nach und nach voll sozialisiert und integriert, und wenn nicht sie selbst so doch ihre Nachkommen zu vollwertigen Mitglieder ihrer Gesellschaft.

Der Kontrast zu den wehklagenden arabischen Palästinensern sollte selbst ihren hartgesottenen Helfershelfer im Westen klar sein - der kleine Staat Israel hat aus eigener Kraft 700'000 jüdische Flüchtlinge absorbiert, während die 500'000 arabischen Flüchtlingen von ihren Brüdern keine Arbeits- und Niederlassungsrechte erhielten und in Lagern gesteckt wurden, wo sie und ihre Nachkommen bis zum heutigen Tag vegetieren. Nunmehr ernährt der Steuerzahler der westlichen Welt seit über 60 Jahre mittels der UNWRA nicht nur diese Flüchtlinge, sondern auch ihre Kinder und Kindeskinder bis ins vierte Glied, während Israel aus eigene Kraft eine moderne Gesellschaft und eine leistungsfähige Wirtschaft entwickelt hat.

Wenn es nach den Feinden Israels geht, ist die nächste jüdische Nahost Nakba vorgezeichnet - nicht nur die Hamas Terroristen, sondern auch der als gemässigt gehandelte Holocaust Leugner und Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde haben in den letzten Wochen und Tagen wiederholt erklärt, dass ein zukünftiges Palästina "judenrein" sein würde.

Montag, 11. April 2011

Gazwa al Zanadik !

In Zeiten des Aufruhrs in weiten Teilen der arabischen Welt lohnt es sich für den politisch interessierten Beobachter einige arabische Begriffe zu lernen, die in vielen der durch Unruhen heimgesuchten Ländern ständig an Popularität gewinnen. Denn plötzlich könnten sie in aller Munde sein...

Zentral in diesem sich noch anzueignenden Wortschatz scheint dem Chronisten der islamistische Schlachtruf gazwa al-zanadik! zu sein - wortwörtlich Eroberung durch Wahlen.


Das ist das altbekannte Prinzip des politischen Islam für solche Fälle, in denen seine Machtergreifung sich vorerst nicht durch nackte Waffengewalt vollziehen lässt. Bekannte Beispiele dafür liefern der Iran mit seiner seit 1979 durch das Terrorregime der Mullahs unterdrückten Bevölkerung sowie der Gaza Streifen unter der unmenschlichen Herrschaft des iranischen Ablegers Hamas.



Drohende Opfer der Strategie des gazwa al-zanadik sind das geschundene Libanon unter der Fuchtel der Hisbollah (wortwörtlich die Partei Gottes - und wer glaubt denn ernsthaft daran, dass der Allmächtige sich um ein paar Stimmzettel mehr oder weniger scheren würde...)

; das durch die Islamische Aktionsfront bedrohte Jordanien; das immer wieder in durch die von der FIS verursachten gewalttätigen Auseinandersetzungen stehende Algerien; sowie Tunesien durch seine immer unverhohlener agierenden Islamische Erneuerungsbewegung. Der grosse Preis jedoch ist Ägypten, wo scheinbar nur noch die Armee im Stande sein wird, den Ikhwan al-Muslimun, die islamische Brüderschaft, von der Machtergreifung fernzuhalten.



Gazwa al zanadik - einfach ausgedrückt "ein Bürger, eine Stimme, einmal". Soll das die Zukunft des arabischen Erwachens sein?

Mittwoch, 9. Februar 2011

Der Mittlere Osten und die allzu langsame Abwicklung des Osmanischen Reiches

Es hat beinahe hundert Jahre gedauert, aber die Folgen des Ersten Weltkries und des Unterganges des Osmanischen Reiches werden für alle, für die Geschichte bekannt und bewusst ist, sichtbar - und wie selbstverständlich nicht für die politisch korrekten, von keinerlei relevanten Kenntnissen getrübten Medienleuten, die der Weltöffentlichkeit die derzeitigen Ereignissen "vermitteln".



Obwohl die Aufstände in verschiedenen Ländern Nahosts vordergründig wie die Revolte der verarmten Mittelklasse und teilweise der Habenichte gegen eine kleine Schicht, welche Macht und Reichtum hortet, aussehen, greift eine rein soziologische oder wirtschaftliche Erklärung zu kurz.

Nach beinahe hundert Jahren werden nämlich auch endlich die Folgen des Zusammenbruches des Osmanischen Reiches im ersten Weltkrieg und der kolonialistische "Ordnung", die von Grossbritannien und Frankreich der Region auf erzwungen wurden, verarbeitet.

So wird in Ägypten nach verschiedenen Revolten der Zwischenkriegszeit ein neuer Versuch unternommen, das von den Briten eingeführte System der quasi absoluten Monarchie, welches nach 1952 beinahe unverändert jedoch unter dem Deckmantel der konstitutionellen Republik fortgesetzt wurde, zu reformieren oder gar abzuschaffen.

Eng mit Ägypten verbunden, obwohl nicht Teil des Osmanischen Reiches, war der Sudan, da beide Länder unter britischer Oberherrschaft eine Verwaltungseinheit bildeten. Und die im Krieg erzwungene und an der Urne beschlossene Teilung des künstlichen Landes wirkt wie ein Fanal auf andere "Staatengebilde" der Region, nicht zuletzt auf dem sudanesischen Rumpfstaat im Norden selbst.

Als Folge des Ersten Weltkrieges und des Zusammenbruches des Osmanischen Reiches, und nicht zuletzt dank der Geheimverträge der europäischen Diplomaten Sykes und Picot sind Irak, Libanon und Syrien künstliche Vielvölkerstaaten. Jordanien, 1922 als Transjordanien widerrechtlich vom Mandatsgebiet Palästina, welches als jüdische Heimstätte vom Völkerbund anerkannt worden war, abgetrennt und den aus der Wüste Saudi-Arabiens vertriebenen Beduinenhäuptlinge als Königreich von Britanniens Gnaden geschenkt, könnte künstlicher nicht sein.

Im Irak ist es seit langem offenkundig, dass drei Volksgruppen- nämlich Sunniten, Schiiten und Kurden - ihre eigenen getrennten Staatlichkeiten erlangen würden, wenn man sie nur liesse.

Im Libanon zeigt sich spätestens seit dem blutigen Bürgerkrieg der 70'er und 80'er Jahre, dass eine grosse christliche Bevölkerung nicht gleichberechtigt mit Muslimen in einen Staat leben darf und sollte, wenn sie überleben will.

Die Unruhen in Jordanien zeigen je länger desto mehr auf, dass eine unterdrückte palästinensische Mehrheit nicht mehr gewillt ist, von einer bewaffneten Beduinenarmee entrechtet zu werden. Vom blutig unterdrückten Aufstand 1950 im damals noch jordanisch besetzte Ostjerusalem bis zu den Gemetzeln des Schwarzen Septembers in 1970 und darüber hinaus zieht sich der Faden von Unterdrückung und Aufstand bis zur Gegenwart. Wer weiss denn schon, dass die jordanische Armee im Namen ihrer kleinen Könige schätzungsweise zwanzig Mal mehr Palästinenser getötet hat, als es der jüdische Staat in Jahrzehnten der Selbstverteidigung jemals getan hat?

Es brodelt auch in Syrien. Kein Wunder, denn der Vielvölkerstaat wird von der Minderheit der Alawiten, welche nicht einmal 15% der Bevölkerung ausmacht und von einen korrupten Familienklan angeführt wird, beherrscht.

Vielleicht zur Überraschung einiger meiner Leser - und sicherlich von den vielen naiven Menschen, welche der herrschenden tendenziösen politisch korrekten Propaganda schutzlos ausgesetzt sind - die Erkenntnis, dass im gesamten nahen Osten, wie er sich geopolitisch heutzutage darstellt, nur Israel und Ägypten echte Nationalstaaten sind, welche von der überwältigen Mehrheit ihrer Bevölkerung getragen werden.

Die Forderung nach Selbstbestimmung ist noch lange nicht erfüllt - weder für die Kurden im Irak, in Syrien, und in der Türkei (das Kernland des Osmanischen Reiches), auch nicht für die Christen im Libanon oder für die Sunniten in Syrien, geschweige denn für die Palästinenser in Jordanien.

Die Mühlen der Geschichte mahlen zwar frustrierend langsam, aber sie mahlen stetig...

Dienstag, 1. Februar 2011

Quo Vadis Arabia?

Bekanntlich überstürzen sich die Ereignisse in der arabischen Welt. Langjährige Diktaturen - eigentlich der Normalzustand in diesem Teil unseres Globus - wanken oder werden tatsächlich durch Massenaufstände gestürzt.

Und während die Ahnungslosen und die politisch Korrekten (oft ein und dieselben) frohlocken, dass ein neues Zeitalter in Tunesien, Jemen, Ägypten, Algerien, Jordanien usw. usw. aufbricht oder demnächst aufbrechen sollte, wissen es die wahrhaft unabhängigen Beobachter und ahnen es viele Menschen guten Willens - arabische und islamische Völker und Gesellschaften, die sich noch immer an der Schwelle der geistigen und wirtschaftlichen Moderne befinden, haben bedauerlicherweise nur die Wahl zwischen einigermassen säkulare Diktaturen oder islamistische Tyranneien.

Um den Wahrheitsgehalt dieser Behauptung zu prüfen sollte man lediglich (a) die Geschichte dieses Erdteils einigermassen kundig sein und (b) sich den 2009 von der UNDP (United Nations Development Program, eine Unterorganisation der Vereinten Nationen) herausgegeben Arab Human Development Index (ein ausführlicher Bericht über den Zustand des Einzelnen und der Gesellschaft in den betroffenen Ländern) zu Gemüte führen. Dann weiss man über den Entwicklungsstand dieser Völker, die allesamt Aufklärung und Modernisierung, wie sie sich Europa seit einigen Jahrhunderten vollziehen, noch vor sich haben, bestens Bescheid.

Darüber hinaus sind dank der langjährigen tatkräftigen ideologischen und finanziellen Unterstützung durch die salafistischen Wahabi Hassprediger des Königreiches Saudi Arabien (bei den Sunniten) und durch das Mullah Regime in Iran (für die Schiiten) die mittelalterlichen Unterdrückungskräfte des Islam überall auf den Vormarsch.

Wer dies nicht glaubt, brauch sich lediglich die Ergebnisse der Umfrage des renommierten und unabhängigen Pew Research Centers, die vor einigen Monaten bei der muslimischen Bevölkerung in einer Vielzahl islamischer Staaten durchgeführt wurde, anzusehen. Auf die Frage
Finden Sie es gut, dass der Islam eine grosse Rolle in der Politik spielen sollte?
antworteten "Ja" 95% der (muslimischen) Befragten in Ägypten, 88% in Pakistan, 72% im Libanon und 53% in Jordanien.

Im absolutistischen Iran konnte die Pew Umfrage nicht durchgeführt werden, sehr wohl aber in der Türkei, in der sich glücklicherweise mit 45% - noch - keine Mehrheit für eine völlige Islamisierung des Landes durch das AKP Regime fand.

Solange kein arabischer Lee Kuan Yew, der aufgeklärte Autokrat, der Singapur innerhalb nur weniger Jahrzehnte in die Moderne geführt hat, im Horizont auftaucht, haben unglücklicherweise die Gesellschaften, die sich gegenwärtig im Aufruhr befinden, nur die Wahl zwischen säkulare Despoten oder den religiösen Absolutismus. Während beide Alternativen nicht einladend erscheinen, ist eine Herrschaft des Islam sowohl für die betroffenen Völker wie auch für den Rest der Welt sicherlich das Dunkelste aller Szenarien. Der islamische religiöse Absolutismus verdammt die von ihm unterdrückten Völker zur Stagnation wenn nicht zum Rückschritt und bedroht gleichzeitig die Werte und die Freiheiten aller nicht-muslimischen Ländern.

Die islamistisch aufgestachelten Massen skandieren überall
Islam ist die Lösung!
während nichts dergleichen unwahrer sein könnte. Sowohl für die unterdrückten Völker Arabiens wie auch für alle freien Völker unserer Welt ist der politische Islam das grosse Problem.

Freitag, 21. Januar 2011

Asymmetrische Kriegsführung

Spätestens seit dem Vietnam Krieg ist der Begriff der asymmetrischen Kriegsführung, der die Art einer militärischen Auseinandersetzung unter Parteien, die waffentechnisch und strategisch stark unterschiedlich ausgerichtet sind (z.B. eine reguläre Armee gegen Terroristen oder Guerillas), bezeichnet, allen am Weltgeschehen interessierten Menschen bekannt. Und spätestens seit den gegenwärtigen Kriegen in Afghanistan und Irak wissen auch Leser der Boulevardpresse was darunter gemeint ist.

Den Beobachtern des Nahostkonfliktes zwischen den arabischen und jüdischen Einwohnern des Heiligen Landes - die arabische Seite unterstützt durch die militanten Teile der muslimischen Welt sowie durch die politisch korrekte Medienmeute sowie die unverbesserlichen Linken der freiheitlich demokratischen Welt - wird eine neue Definition des Begriffes zuteil, nämlich das asymmetrische Verhalten von Konfliktparteien inmitten eines Krieges.

Es ist hinlänglich bekannt und wohl dokumentiert (als ob es dies bräuchte, denn jeder daran Interessierte muss nicht mal der arabischen, der persischen, oder de Urdu Sprache kundig sein, um online an jeden beliebigen Tag genügend schriftliche und audiovisuelle Beweise zu finden!) , dass seit Jahren eine stetige Hasspropaganda aus allen Medien der Palästinensischen Autonomiebehörde sowie von weiten Teilen der arabischen und muslimischen Welt dazu dient, den jüdischen Staat und oft auch das jüdische Volk selbst in den Augen der eigenen Bevölkerung und der Weltöffentlichkeit zu dämonisieren. Dies auch seitens Ländern und Körperschaften, die sich vertraglich verpflichtet haben, diese Art von Propaganda zu unterlassen, wie Ägypten, Jordanien, und an vorderste Front die palästinensische Autonomiebehörde.

Und es versteht sich von selbst, dass beinahe tagaus tagein Raketen aus Gaza auf die Zivilbevölkerungen niederprasseln und Terroranschläge aus der sogenannten Westbank verübt und oft auch vereitelt werden, während eine wahrhaftige Lawine von in der Regel unhaltbaren und unwahren Anschuldigungen sich auf den jüdischen Staat mit dem Ziel seiner Deligitimierung ergiesst.

Und wie verhält sich Israel Angesicht dieser aktiven Kriegsführung durch unmittelbare und weiter entferntere Gegner? Zum Beispiel durch andauernde medizinische Betreuung der feindlichen Bevölkerung.

Inmitten des andauernden bewaffneten Konflikts, gewährt Israel den Palästinensern weitgehende medizinische Hilfe im Rahmen des israelischen Gesundheitssystems. Sogar unter der Herrschaft der Hamas in Gaza reisen jährlich mehr als 7.000 Patienten und fast 8.000 Angehörige nach Israel ein, um beim "Erzfeind" ärztliche Hilfe zu finden. Und ob man es glaubt oder nicht: das Medizinische Zentrum Barzilai in Ashkelon pflegt auch Verwundete der innerpalästinensischen Kämpfe der verschiedenen Fraktionen in Gaza...

Nunmehr erleben wir, dass die Palästinenser sowohl den Oslo Vertrag wie auch jegliche zukünftge durch Vereinbarungen zu erzielende Friedenslösung aus den Weg zu gehen versuchen, in dem sie um Anerkennung ihres real nicht existierenden Staates, dessen Budget zu über 80% von Almosen (vornehmlich aus USA) alimentiert wird, durch gekaufte oder neomarxistische Regierungen wie die von Cristina K., Evo M. und Hugo C. buhlen.

Und der "Gegenschlag" seitens Israel? Das israelische olympische Komitee hat sich vorgestern beim IOK in Genf freiwillig verpflichtet, den Palästinensern auf vielfältige Art zu helfen, um Ihnen die Teilnahme an den Olympischen Spielen in London zu ermöglichen.

Wenn das keine neue Form der asymmetrischen Kriegsführung ist...

Mittwoch, 12. Januar 2011

Worte töten! Die obszöne Moral der politisch korrekten Eliten

Das in der Tat entsetzliche und verdammenswerte Attentat in Tucson auf die demokratische Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords hat eine weltweite Welle aufgeregter Stimmen ausgelöst, die lauthals den konservativ-freiheitlichen politischen Gegner beschuldigen, die Saat für die Bluttat gepflanzt zu haben. Unter den einprägsamen Motto Worte töten! beschuldigen die politisch korrekten Eliten sowohl in den USA wie in vielen anderen Ländern die ihnen nicht genehmen Medien, so zum Beispiel die konservativen Talkshow Moderatoren, oder gar politische Gegner wie Sarah Palin, praktisch der Komplizenschaft bei dieser Verbrechen.

Ungeachtet der Tatsache, dass selbst der schrillste Prediger oder Talkshow Host Amerikas niemals zum Mord an den politischen Gegner aufgerufen hat oder aufrufen würde, und dass der Attentäter selbst mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit zu den geistig Umnachteten und Verwirrten zählen dürfte und nie Mitglied einer konservativen Volksbewegung gewesen ist (er war jedoch offenbar Sympathisant der marxistischen Chaoten), verstummen die Anschuldigungen mitnichten, ja sie werden sogar penetranter.

George Orwell würde sich hierüber vor Freude aus dem Grab erheben. Mit Verspätung zwar, aber seine Vision der Welt in 1984 wird je länger desto sicherer Wirklichkeit. Die Moral der politisch korrekten Eliten und ihre gedankenlosen Anhänger kann in Tat und Wahrheit nur als obszön, als politisch gefärbte Pornographie bezeichnet werden. Doch weshalb meine harschen Worte?

Seit Jahrzehnten wiegelt der salafistisch wahabistische Islam - in Moscheen, welche von Saudi Arabien, notabene, finanziert werden - weltweit von Detroit über Genf und Istanbul bis Kairo und darüber hinaus, die Gläubiger auf, Christen und Juden (sowie unreine oder abtrünnige Moslems) zu töten. Auch aus Iran und Pakistan wird die frohe Botschaft von Tod und Terror den Ungläubigen in die Welt getragen, so zum Beispiel über die pakistanischen Gebetsschulen in England oder das iranische Hetzradio (Goebbels lässt hier wirklich grüssen) in Venezuela. Die geschieht unter den Augen von Sicherheitsdiensten und Regierungen; es ist eigentlich ein offenes Geheimnis, aber die politisch korrekten Eliten schweigen dazu, ob aus Furcht vor der islamischen Canaille, aus Kulturpessimismus und Defaitismus, oder aus kurzfristig opportunistischen materiellen Motiven sei dahingestellt. Die Folge - diese Wörter töten tatsächlich. Christen und Juden werden in zunehmenden Masse und immer häufiger zu Opfern blutiger Gewaltexzesse, nicht nur in Nahost, sondern auch in Asien, Europa und Lateinamerika.

Die Europäische Union und die Schweiz finanzieren Fernseh- und Radioanstalten im Gebiet der palästinensischen Autonomie, die tagein, tagaus die Zerstörung des jüdischen Staates, und die Vertreibung oder gar Ermordung seiner Einwohner befürworten. Selbst die arabische Version von Sesamstrasse und andere Kindersendungen sind nicht frei von Hasspropaganda und Indoktrination. Und keine Stimme aus den europäischen Ländern oder aus den Vereinten Nationen weist darauf hin, dass eine Kernbedingung der von der Palästinensern unterzeichnete Oslo Vereinbarung der totale Stopp von Diffamierungen und Hass Propaganda ist. Kein Wunder, dass ein Gutteil der dermassen aufgewiegelten und einer ständigen Gehirnwäsche unterzogenen Palästinensern Israel und den Juden nicht Frieden, sondern ihnen den Tod wünscht.

Aber was bedeuten schon diplomatische Verträge in unseren politisch korrekten Welt? Trotz Friedensvertrag mit Israel gibt es auch in Ägypten und Jordanien Rede- und Pressefreiheit für den reinen Antisemitismus und Antizionismus, wenn auch nicht für jegliche andere religionspolitische oder kulturelle, geschweige denn politische, Themen.

Angesichts dieser traurigen Tatsachen ist es leidiglich eine kleine Genugtuung zu wissen, dass unter einer eventuellen Herrschaft der grünen Flagge des Propheten - und möge Gott uns davon bewahren - die politisch korrekten Eliten mit ihrer obszönen Moral, die diesen Kräften heute den Weg bereiten, nach den Juden und den christlichen Geistlichen zu den allersten Opfern der bösen Geister, die sie praktisch gerufen und nicht wieder loswerden können, zählen werden.

Mittwoch, 3. November 2010

Beendet die illegale Besetzung fremder Gebiete!

In der Welt der politischen Korrektheit bezieht sich diese Forderung zielgerichtet und ausschliesslich auf die an Israel in seinem Verteidigungskrieg 1967 zugefallenen Gebiete. Es kümmert den hasserfüllten Ahnungslosen, die diese Forderung tagein tagaus lauthals skandieren, wenig, dass diese Gebiete vor 1967 keinen rechtmässigen Besitzer hatten und deshalb völkerrechtsmässig als "umstritten" und nicht als "besetzt" zu gelten haben. Deshalb können weder die zeitweilige Besitznahme durch Israel noch ihre Besiedlung "illegal" sondern lediglich Verhandlungsgegenstände zwischen den Aggressor (dazumal weite Teile der arabischen Welt ) und den Verteidiger von 1967 sein. Zur Auffrischung des Gedächtnisses der politisch Korrekten, die Westbank des Jordans wurde 1950 illegal von Jordanien besetzt, und diese Besatzung wurde von keinem Staat der Welt ausser Pakistan anerkannt - das war die rechtliche Situation, als Jordanien im Juni 1967 Israel militärisch angriff und so den israelischen Vorstoss bis zum Jordan Fluss provozierte.

Jedoch ist der Schreiber dieser Zeilen nachdrücklich davon überzeugt, dass illegale Besetzungen fremder Gebiete unverzüglich beendet werden sollten. Einige Beispiele dafür gefällig?

Die südlichen Kurilen Inseln im Pazifik, oder genauer die nördlichen Territorien Japans (Teil der Unterpräfektur Nemuro), welche seit 1945 von der damaligen Sowjetunion und seit 1991 von dem heutigen Russland besetzt werden, zum Ersten. Zur Erinnerung: als sich bereits deutlich abzeichnete, dass Japan den Zweiten Weltkrieg verloren hatte, deklarierte die Sowjetunion Japan am 8. August 1945 (!) den Krieg und besetzte militärisch die Kurilen, welche beinahe unmittelbar an Japan angrenzen. Der Friedensvertrag von 1951 und seine Annexe stellen ausdrücklich fest, dass Japan seine Souveränität über die nördliche Territorien nicht aufgibt. Und was tat die Sowjetunion, was tut Russland seitdem? Es baut illegale Siedlungen auf den Inseln, und verpflanzt Russen auf das widerrechtlich besetzte Gebiet eines anderen Staates! Und weigert sich deshalb bis zum heutigen Tag, einen Friedenvertrag mit Japan zur offiziellen Beendigung des Zweiten Weltkrieges zu unterschreiben...

Der nördliche Teil der Republik Zypern, beinahe ein Drittel des Landes, im Jahre 1974 in einem nicht provozierten Angriffskrieg von der Türkei militärisch besetzt. Nachdem der Aggressor und Besatzer die einheimischen griechischen Zyprioten vertrieben hatte, wurden systematisch Bauern aus der Türkei in diesem besetzen Gebiet illegal angesiedelt, und die Hauptstadt Nicosia zweigeteilt. Beide Inselteile sind durch Mauer und Stacheldraht voneinander getrennt, und die sogenannte Türkische Republik Nordzypern wird von praktisch kein Saat (und sicher kein demokratischer) der Welt anerkannt. Im eklatanten Fall der illegalen Besatzungsmacht Türkei - wo bleibt eigentlich die Forderung der EU, den besetzen Teil eines ihrer Mitglieder unverzüglich zu räumen?

Die Westsahara, dessen Bevölkerung sich 1975 laut der UNO für die Unabhängigkeit aussprach, und die im selben Jahr von Marokko militärisch angegriffen und seitdem besetzt wird. Die Besatzungsmacht hat überdies hunderttausende seiner Staatsangehörige illegal dort angesiedelt und weigert sich seit über 20 Jahren, eine von den Vereinten Nationen geforderte Volksabstimmung über den endgültigen völkerrechtlichen Status des Territoriums - zur Frage der Unabhängigkeit oder Anschluss an Marokko bzw. Mauretanien - durchzuführen.

Die Liste liesse sich fortsetzen - China in Tibet, Russland in Moldawien und Georgien, Ruanda im Kongo, Indonesien in Timor, um nur einige Fälle illegaler Besetzung fremder Gebiete zu nennen.

Glücklicherweise zeigt der Ausgang der gestrigen Wahlen in den USA, dass der Wind der Weltpolitik sich zu drehen beginnt. Es ist höchste Zeit, dass die wahren illegalen Besatzer und ihre Missachtung der Menschenrechte an den Pranger gestellt und ihre Missetaten rückgängig gemacht werden. "Free Tibet", "Turks Out of Cyprus", "Freedom for the Saharaouis", "Unity for Moldowa", "Hands Off Georgia" - wenn der politisch korrekte Wahnsinn vorbei sein wird, werden diese Rufe weltweit erschallen und nicht ungehört bleiben.